GrubiNetz


Alpha- und Grundbildungsnetz

Netzwerkkoordination Andernach

Über sieben Millionen Menschen in Deutschland können nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben, sie zählen laut leo.-Level-One-Studie (http://blogs.epb.uni-hamburg.de/leo/?p=7) zur Gruppe der sog. funktionalen Analpha- betInnen. Für die meisten Betroffenen ist dies mit Scham und Frustration verbunden. Es bedeutet für viele ein Ausgegrenzt-Sein von wichtigen gesellschaftlichen Prozessen, alltägliche Angelegenheiten können nicht selbst erledigt werden. Der Personenkreis ist weiterhin dauerhaft von beruflicher Teilhabe ausgeschlossen, da lesen und schreiben die Grundlage für Bildung und Weiterbildung sind.

Seit Anfang 2014 besteht an der VHS Andernach eine Netzwerkstelle des Alpha- und Grundbildungsnetzes Rheinland-Pfalz. Das aus Landesmitteln und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekt hat vier Regionen, die über das Bundesland verteilt sind. vor Ort sollen Angebote installiert, ausgebaut bzw. entwickelt werden mit dem Ziel, den Betroffenen mehr Möglichkeiten zu bieten, Kenntnisse im Lesen und Schreiben zu erwerben bzw. zu verbessern. Durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildungen sowie gezielte Vernetzung von AkteurInnen aus Betrieben, Behörden und Sozialverbänden soll das Thema "funktionaler Analphabetismus" verstärkt in die Öffentlichkeit getragen werden. An dieser Stelle können Sie die jeweils geplanten Veranstaltungen und Aktionen aufrufen und sich ggf. anmelden.

Sollten Sie Schwierigkeiten mit dem Lesen oder Schreiben haben oder jemanden kennen, der Interesse an Beratung / Information zum Thema hat, schreiben Sie einfach eine E-Mail an: alphakurs@andernach.de oder rufen Sie unter 02632 / 922-276 (Heiko Hastrich, Netzwerkkoordinator Alpha- und Grundbildungsnetz Andernach für die Region Mittelrhein/Westerwald/Taunus) an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Info: www.grubinetz.de

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Workshop zur einfachen Sprache

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Andernach üben in einem Workshop das Erstellen von Texten in Einfacher Sprache

Die aus Landesmitteln und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte regionale Netzwerkstelle des Projekts „GrubiNetz Kompetenznetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung-Rheinland-Pfalz“, die bei der VHS Andernach angesiedelt ist, hat am 8. März einen Workshop „Einfache Sprache“ für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Andernach angeboten.

Dabei gingen die Teilnehmenden den Fragen nach: Was ist Einfache Sprache? Wer braucht sie überhaupt? Gehen vielleicht sogar bei der Übersetzung in Einfache Sprache wichtige Informationen verloren?

Mitnichten. „Denn Einfache Sprache schließt alle mit ein. Sie bietet jedem seinen ganz eigenen Zugang zur Schriftsprache. Und nimmt niemandem etwas weg.“ Das sagt Marta Fröhlich, Lektorin und Autorin für Einfache Sprache, die in ihrem Impulsvortrag zur Eröffnung den Bogen spannte von Leichter Sprache über Einfache und Alltagssprache bis hin zur Fachsprache und erklärt, warum Einfache Sprache wichtiger Teil der Inklusion sein muss – und was das für uns bedeutet.

Denn mehr als sieben Millionen Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren in Deutschland keine zusammenhängenden Texte lesen oder schreiben können. Das sind 14,5 Prozent der Bevölkerung. So lautet das Ergebnis der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten leo. – Level-One Studie der Universität Hamburg.

In der anschließenden Diskussion wurde sich mit Möglichkeiten der praktischen Umsetzung befassen und wie auch Sie die einfache Sprache in Ihre Institution bringen können. Da die Teilnehmenden des Workshops aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen kamen, wurde ein breites Anwendungsspektrum der einfachen Sprache deutlich.

Ob es um die Vereinfachung der Gebührenordnung der Stadtbücherei ging oder eines Flyers der Touristik, allen Teilnehmenden wurde deutlich, vor welchen Hürden Menschen mit Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben stehen können und wie man diese Hürden abbauen kann.

Wer Interesse an dem Thema und weiteren Informationen hat, kann sich gerne beim regionalen Netzwerkkoordinator des Projekts GubiNetz für die Region Mittelrhein-Westerwald-Taunus unter 02632/ 922-276 melden bzw. eine E-Mail schreiben an alphakurs@andernach.de

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Selbstgesteuertes Lernen ohne Zwang im Lerncafé PC

Ein kostenloses Lernangebot der VHS Andernach in der Stadthausgalerie

Am 8. September war wieder Weltalphabetisierungstag. Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass nicht nur in sog. Entwicklungsländern Menschen Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben haben, sondern mehr als sieben Millionen Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren in Deutschland keine zusammenhängenden Texte lesen oder schreiben können. Das sind 14,5 Prozent der Bevölkerung. So lautet das Ergebnis der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten leo. – Level-One Studie der Universität Hamburg.

Die aus Landesmitteln und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte regionale Netzwerkstelle des Projekts „GrubiNetz Kompetenznetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung-Rheinland-Pfalz“, die bei der VHS Andernach angesiedelt ist, macht in jedem Jahr im Rahmen des Weltalphabetisierungstages auf dieses Thema aufmerksam:

Eine der vielen Möglichkeiten, sich im Lesen und Schreiben zu verbessern, ist das seit 2014 bestehende „Lerncafé PC“ in Andernach. Dabei handelt es sich um ein niedrigschwelliges Angebot für Personen, die selbständig lernen möchten. Das Lerncafé PC bietet neben einem Ort zum Lernen auch eine Ansprechperson zur Unterstützung, die dann auch zu entsprechenden Lern- und Unterstützungsangeboten vor Ort informieren kann.

Das Lerncafé PC ist offen für alle, kostenlos, unverbindlich und ohne Anmeldung.

Es besteht für alle Interessierten die Möglichkeit, am PC Kenntnisse in den Bereichen Bewerbung, Grundlagen der Internetrecherche, schriftlicher Ausdruck, Mathematik und flüssiges Lesen zu vertiefen. „Angesprochen sind alle Menschen, die in diesen Bereichen etwas dazulernen möchten,“ so Heiko Hastrich, der das Projekt „GrubiNetz - Kompetenznetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung Rheinland-Pfalz“ für die Region Mittelrhein – Taunus – Westerwald begleitet.

"Es gibt keinen Lehrplan, alle können ihre Lern-Schwerpunkte am Computer selbst aussuchen. Die Themen sind frei wählbar," so Heiko Hastrich weiter. Das Angebot findet wöchentlich statt und wurde im Frühjahr auf zwei Stunden ausgeweitet.

Wer Interesse hat, kann einfach mal donnerstags um 15 Uhr ins Café Treffpunkt in der Stadthausgalerie Andernach kommen oder anrufen unter 02632/ 922-276 bzw. eine E-Mail schreiben an alphakurs@andernach.de

Lerncafé PC
Wann: jeden Donnerstag um 15 Uhr
Wo: Café Treffpunkt im Haus der Familie, Stadthausgalerie
offen für alle, kostenlos, unverbindlich, ohne Anmeldung
Ansprechpartner: Heiko Hastrich, VHS Andernach
Telefon: 02632/ 922-276
E-Mail: alphakurs@andernach.de


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Kompetenznetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung Rheinland-Pfalz bei der Kriminacht in Andernach

Bei der Kriminacht am 8. Dezember in der Mittelrheinhalle in Andernach war das Kompetenznetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung mit einem Informationsstand vertreten. Dies wurde durch die Unterstützung des Literaturwerks Rheinland-Pfalz/Saar e. V. ermöglicht.
Das Thema Grundbildung und Alphabetisierung ist und bleibt ein wichtiges Anliegen. Mehr Menschen mit Schwierigkeiten Im Lesen und Schreiben soll die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden.
Bei der Kriminacht konnte wieder in eine breite Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam gemacht werden. Es gab viel Interesse an am Thema und viele Gespräche am Infostand.
Auch der Schirmherr der Veranstaltung, Innenminister Roger Lewentz besuchte den GrubiNetz-Stand und informierte sich ausführlich über die Arbeit des Kompetenznetzwerks. Herr Lewentz betonte die Wichtigkeit der Grundbildung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Sollten Sie jemanden kennen, der Probleme mit dem Lesen und Schreiben hat und Interesse an Beratung / Information zum Thema hat, schreiben Sie einfach eine E-Mail an: alphakurs@andernach.de oder rufen Sie an unter 02632 / 922-276 (Heiko Hastrich, Netzwerkkoordinator Alpha- und Grundbildungsnetz Andernach) an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Sie können auch gerne einmal unverbindlich ins offene Lerncafé kommen. Das findet immer donnerstags von 16 bis 17 Uhr im EDV-Raum 1 in der Stadthausgalerie in der Gartenstraße 4 statt. Es ist kostenlos, unverbindlich und Sie brauchen keine Anmeldung. Einfach mal vorbeischauen und informieren!

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Weltalphabetisierungstag der Vereinten Nationen 2015 in der Stadtbücherei Andernach

Anlässlich des Weltalphabetisierungstages der Vereinten Nationen am 8. September fanden in ganz Rheinland-Pfalz vielfältige Aktionen rund um das Thema Alphabetisierung und Grundbildung statt – denn nicht nur in sog. Entwicklungsländern haben Menschen Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben, laut der Leo Level One–Studie aus dem Jahr 2011, die von der Universität Hamburg durchgeführt wurde, sind in Deutschland rund 7,5 Millionen erwerbsfähige Menschen von der Problematik in unterschiedlicher Ausprägung betroffen: sie haben Schwierigkeiten, einfache Sätze oder komplexere Texte zu erlesen oder zu verstehen, hinzu treten oftmals Lücken in der mathematischen und allgemeinen Grundbildung.

Auch die Volkshochschule der Stadt Andernach machte im Rahmen des Weltalphabetisierungstages auf das Thema aufmerksam: Die aus Landesmitteln und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte regionale Netzwerkstelle des Alpha- und Grundbildungsnetzes Rheinland-Pfalz, die bei der VHS Andernach angesiedelt ist, war mit einem Infostand beim in der Stadtbücherei Andernach vertreten.

Zur Eröffnung durch den Bürgermeister Herrn Claus Peitz, waren alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich einladen. Der Leiter der Stadtbücherei, Herr Mayer, gab Informationen zum Angebot der Bücherei und der Netzwerkkoordinator der Alphabetisierungs- und Grundbildungsnetzwerkes an der VHS Andernach, Herr Hastrich, sprach zum Thema.

Außerdem erwartete die Besucher ein Gedichtvortrag von Frau Marianne Geissler und Sie hatten dann die Gelegenheit zum "Bücher- und Textepflücken" mit Texten, die in einem Grundbildungskurs zum Thema Essen entstanden sind.

Mit diesem "Bücher- und Textepflücken", wurden Menschen auf das Thema Alphabetisierung und Grundbildung in Deutschland aufmerksam gemacht und sensibilisiert.

Bei Fragen und Informationsbedarf zum Thema ist die Netzwerkstelle Alpha- und Grundbildungsnetz Rheinland-Pfalz an der VHS Andernach unter 02632/922-276 oder alphakurs@andernach.de erreichbar.


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Unterstützungserklärung der Stadtverwaltung Andernach für die Arbeit des Kompetenznetzwerks Grundbildung und Alphabetisierung Rheinland-Pfalz

Über sieben Millionen Menschen in Deutschland können nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben, sie zählen laut leo.-Level-One-Studie (http://blogs.epb.uni-hamburg.de/leo/?p=7) zur Gruppe der sog. funktionalen AnalphabetInnen. Für die meisten Betroffenen ist dies mit Scham und Frustration verbunden. Es bedeutet für viele ein Ausgegrenzt-Sein von wichtigen gesellschaftlichen Prozessen, alltägliche Angelegenheiten können nicht selbst erledigt werden.

An der VHS Andernach besteht seit 2014 eine Netzwerkstelle des Alpha- und Grundbildungsnetzes Rheinland-Pfalz für die Region Mittelrhein/Westerwald/Taunus, die seit Februar diesen Jahres von Herrn Heiko Hastrich betreut wird. Er ist Ansprechpartner für Fragen rund um das Thema Grundbildung in der Region.

Durch das aus Landesmitteln und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekt sollen vor Ort Angebote installiert, ausgebaut bzw. entwickelt werden mit dem Ziel, den Betroffenen mehr Möglichkeiten zu bieten, Kenntnisse im Lesen und Schreiben zu erwerben bzw. zu verbessern.

Die Stadtverwaltung Andernach hat nun, vertreten durch den Oberbürgermeister Achim Hütten, eine offizielle Unterstützungserklärung für dieses Projekt unterzeich-net. Damit erklärt sich die Stadtverwaltung offiziell bereit, die Arbeit des Grundbil-dungsnetzwerkes aktiv durch Information der Öffentlichkeit, Verwendung einfacher Sprache, durch Lernangebote und Bereitstellung von Ressourcen für verschiedene Veranstaltungen zu unterstützen.

Das Thema Grundbildung und Alphabetisierung ist und bleibt für die Stadt Ander-nach ein wichtiges Anliegen. Menschen mit Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben soll die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden.

Alle, die Probleme mit dem Lesen und/oder Schreiben haben, können sich unter 02632 / 922-276 (Heiko Hastrich, Netzwerkkoordinator Alpha- und Grundbildungsnetz Andernach) informieren oder beraten lassen. Daneben ist das Netzwerk für alle Interessierte auch unter der E-Mail-Adresse: alphakurs@andernach.de erreichbar.

Auch im Offenen Lerncafé donnerstags von 16:00 bis 17:00 Uhr im EDV-Raum 1 in der Stadthausgalerie, Gartenstraße 6 gibt es kostenlose und unverbindliche Hilfe. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, einfach mal vorbeischauen und informieren!

Pressemitteilung der Stadtverwaltung Andernach

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"Leichte Sprache heißt Barrieren überwinden"

Besucher des Lesecafés in der Stadtbücherei Mayen hörten und diskutierten über Verstehen und Verständlichkeit

Das Lesecafé in Leichter Sprache sollte in Fortsetzung gehen, darin waren sich alle einig, die am Abend des 1. 12. zur Lesung von leicht lesbaren Texten in die Stadtbücherei nach Mayen gekommen waren. Die Referentin Marta Fröhlich las Gebrauchs- und Nachrichtentexte vor und stellte sie zur Diskussion. Leichte Sprache habe zum Ziel, Menschen zu erreichen, die sich mit dem Lesen schwertun und ihnen die gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, die Ihnen laut UN zusteht, betonte Fröhlich, die schon viele Texte in die Leichte Sprache übertragen hat. In seinen einleitenden Worten hob Rolf Koch, Geschäftsführer des Jobcenters Mayen-Koblenz, die Wichtigkeit dieses Umstands hervor und betonte, dass auch seine Behörde auf dem Weg sei, Formulare und Informationen in Leichte Sprache zu übertragen.

Organisiert wurde das Lesecafé von den Netzwerkprojekten MYKNetz des Jobcenters Mayen-Koblenz, GruBiNetz – Kompetenznetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung in Rheinland-Pfalz und der Stadtbücherei Mayen. Finanziell gefördert wurde die Veranstaltung durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie und das rheinland-pfälzische Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur sowie dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Zum Abschluss trug Marta Fröhlich noch einen literarischen Text vor: die Weihnachtsgeschichte. Sie ist in Leichter Sprache genauso anrührend wie in komplizierter.

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"Perspektiven buchBar" eröffnete Perspektiven für die berufliche Zukunft

Projekt von VHS Andernach und Jobcenter Mayen-Koblenz verhalf Menschen zu beruflicher (Neu-) Orientierung

Menschen, die seit längerer Zeit arbeitslos sind und berufsrelevantes Grundwissen auffrischen wollten, konnten 2014 an einem innovativen Projekt der VHS Andernach und des Jobcenters Mayen-Koblenz teilnehmen. Finanziert wurde "Perspektiven buchBar" vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demographie des Landes Rheinland-Pfalz sowie dem Europäische Sozialfonds (ESF).

"Das Projekt hatte Modellcharakter, da es sich auf Menschen konzentriert hat, die häufig als 'geringqualifiziert' bezeichnet werden. Sie hatten elf Monate lang die Möglichkeit, sich auf einen beruflichen Einstieg vorzubereiten und erwarben Kenntnisse, die hierfür notwendig sind," so Projektmitarbeiterin Caroline Albert-Woll. Das Besondere: personale Kompetenzen wurden verbessert und Bewerbungsmappen erstellt, aber auch berufsrelevante Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen wurden in dem Projekt gemeinsam erarbeitet und vertieft, da ohne sie eine berufliche (Neu-) Orientierung nicht möglich ist. „Wir müssen berufsorientierte Projekte entwickeln, die sich nicht davor scheuen, auch Lese- und Schreibkenntnisse zu vermitteln. In Deutschland gibt es rund 7 Millionen Menschen, die diese Kulturtechniken nicht ausreichend beherrschen, obwohl sie sich mündlich sehr gut auf Deutsch verständigen können oder Muttersprachler sind.

Die Teilnehmenden des Kurses ziehen jedenfalls ein positives Resümee: "Ich habe im Projekt Dinge gelernt, die mich wirklich weiterbringen", zieht ein 54-jähriger Teilnehmer, der seinen Namen nicht nennen möchte, Bilanz. Eine jüngere Teilnehmerin, die ebenfalls anonym bleiben will, freut sich auf ihre Weiterarbeit in einem Altenpflegeheim, das sie im Praktikum kennengelernt hat. Sie möchte dort eine Ausbildung zur Hauswirtschaftshelferin absolvieren. Ihre Praktikumsanleiterin hat bereits grünes Licht signalisiert – eine wirkliche Perspektive für die junge Frau!

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Alfamobil kam aus Münster nach Mayen

Das Alfamobil des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e.V. war am 1. 12. in der Mayener Innenstadt und informierte über Grundbildungsangebote in der Region

 Dem ungemütlichen Wetter der Adventszeit trotzte das Alfamobil am 1. 12. in Mayen. Von 13 bis 16 Uhr informierte es über Alphabetisierungs- und Grundbildungskurse in der Region Mayen/ Andernach und wies darauf hin, dass 7,5 Millionen Menschen in Deutschland Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben.

Viele dieser Menschen trauen sich nicht, nach Kursen zu fragen, die auch in der Region, häufig von den Volkshochschulen, angeboten werden. Das Alfamobil ist ein Baustein der Öffentlichkeitsarbeit für das Thema und möchte Menschen ermutigen, den schwierigen Schritt in ein Kursangebot zu wagen. Ebenso dient sein Angebot der Information von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die in privaten oder beruflichen Kontexten Menschen treffen, die Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben.

Ermöglicht wurde der Besuch des Alfamobils in der Eifel durch das Projekt GrubiNetz – Kompetenznetzwerk Alphabetisierung und Grundbildung Rheinland-Pfalz, das vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie, dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur sowie dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird.

Im Anschluss an den Besuch des Alfamobils las Marta Fröhlich in der Stadtbücherei Mayen Texte in Leichter Sprache. Sie ermöglichen es Menschen mit Lernschwierigkeiten, Demenzerkrankten oder eben auch solchen mit Lese- und Schreibproblemen (besser) am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

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Teilnehmende aus Grundbildungskursen in Rhein-land-Pfalz trafen sich am 12. und 13. 09. in Andernach – Bericht eines Teilnehmers

In Andernach hatten sich Lernerinnen und Lerner getroffen, die Probleme mit der Schriftsprache haben. Die Lerner kamen aus Ludwigshafen (Selbsthilfegruppe Analphabeten Ludwigshafen-Mannheim), Koblenz, Trier, Mayen und aus Polch. Wir konnten uns sehr gut unterhalten und wir konnten uns mal über unsere Probleme sehr gut austauschen. Wir konnten auch mal nach vielen, vielen Jahren über unsere Probleme lachen, weil wir alle dasselbe Problem haben. Wir haben auch viele Freundschaften geschlossen und konnten auch unsere privaten Daten austauschen ohne Angst.

Am Freitagmorgen fingen die Rundreise und das Kennenlernen an. Am Freitag, den 12. September haben wir alle eine Bootsfahrt unternommen zum höchsten Kaltwassergeysir der Welt mit dem Hintergrund, dass sich die Gruppe kennenlernen konnte. Am späten Nachmittag kamen wir wieder in Andernach an der Stadthausgalerie an. Am Abend haben wir einen Film uns angesehen, wo der Vater seiner Tochter beibringen musste, dass er nicht lesen und schreiben kann. Nach dem Film haben wir uns unterhalten über den Film und warum wir lesen und schreiben lernen wollen. Am Samstag den 13. September um 10 .30 Uhr trafen wir uns mit der Stadtführerin vor dem Geysirzentrum. Von dort aus starteten wir unsere Entdeckungsreise durch die Essbare Stadt. Dort wurde uns die Vielfalt der Obst- und Gemüsepflanzen nahegebracht. Wir lernten neue und fast vergessene Pflanzen kennen. Auch die Historie der schon sehr alten Stadt hat uns sehr beeindruckt.

Wir konnten für uns sehr viel mitnehmen und feststellen, dass wir nicht alleine sind. Es könnte das Ende unseres sehr langen Leidensweges sein, was heißen soll, dass wir uns nicht mehr verstecken müssen und eine Chance bekommen, damit wir unseren Platz in der Gesellschaft finden und dass uns Respekt von der Gesellschaft entgegengebracht wird. Wir bedanken uns beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, das das Lernendentreffen Rheinland-Pfalz ermöglicht hat.

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Lernergruppe aus Andernach zu Besuch im Trierer Lerntreff

Selbstgesteuertes Lernen als zukunftsweisender Ansatz in der Grundbildung von Kursteilnehmenden unter die Lupe genommen

Der Berufsorientierungskurs "Perspektiven BuchBar“, der an der VHS Andernach angesiedelt ist und von Jobcenter Mayen-Koblenz sowie dem Europäischen Sozialfonds und dem Land Rheinland-Pfalz gefördert wird, besuchte zum Abschluss des Semesters das Trierer Lerntreff. Die Teilnehmenden informierten sich im Palais Walderdorff über Möglichkeiten des selbstgesteuerten Lernens im Bereich der Grundbildung. Es stehen Notebooks mit speziellen Lernprogrammen und abgetrennte Lernräume zur Verfügung. Beraten werden die Lerner, sofern sie Bedarf haben, von Mitarbeiterinnen des Projektes APAG (Arbeitsplatzorientierte Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener). Die Dozentinnen des Projekts "Perspektiven BuchBar", Heike Aderhold-Reuter, Caroline Albert-Woll und Rita Luipers, tauschten sich mit den Kolleginnen Ruth Strauß und Nina Krämer in Trier aus.

Es stellte sich heraus, dass mit dem Lerncafé PC und der Kooperation mit der Stadtbibliothek Andernach ähnliche Angebote bestehen. Insbesondere das Angebot an leicht lesbarer Literatur ist speziell auf die Zielgruppe von Menschen mit Grundbildungsbedarf abgestimmt. Hierauf wies der Leiter der Stadtbibliothek, Wolfram Mayer, auch im Rahmen der Ausstellung "Lesen und Schreiben – Mein Schlüssel zur Welt“ hin, die während des Europafestes in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek zu sehen war und die durch Bürgermeister Claus Peitz eröffnet wurde. Die Ausstellung "wandert“ das ganze Jahr über in Rheinland-Pfalz und macht auf die 7, 5 Millionen erwachsener Menschen aufmerksam, die Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben.

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"Endlich habe ich es gelernt."
Ausstellung "Lesen & Schreiben - Mein Schlüssel zur Welt"
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in
Andernach

7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Universität Hamburg von 2011 zur Literalität von Menschen im Alter von 18-64 Jahren.

In Reaktion auf die leo.-Level-One Studie haben sich der Bund und die Länder im Februar 2011 auf die "Nationale Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener in Deutschland“ verständigt.

Im Rahmen der Nationalen Strategie hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung im September 2012 gemeinsam mit den Ländern, dem Bundesverband für Alphabetisierung und Grundbildung e. V. und weiteren Partnern der Alphabetisierung in Deutschland die Informations- und Motivationskampagne "Lesen & Schreiben – Mein Schlüssel zur Welt“ gestartet. Mit der Kampagne soll die öffentliche Wahrnehmung des Themas gesteigert und die Aufmerksamkeit für Maßnahmen für den nachholenden Schriftspracherwerb in den Regionen verstärkt werden.

Die Ausstellung "Lesen & Schreiben – Mein Schlüssel zur Welt“ holt das sensible Thema aus seinem Schattendasein und macht deutlich, dass man sich mit Lesen und Schreiben neue Welten erschließt.

Sie zielt darauf ab, Menschen mit Grundbildungsproblemen zu motivieren, aus Ihrer Anonymität herauszufinden. Auch eingeweihten Personen aus dem Umfeld wird aufgezeigt, wie sie Menschen mit Lese- und Schreibschwächen unterstützen können.

Vom 1. Juli – 6. Juli können sich Besucherinnen und Besucher in der Stadtbücherei Andernach einen Eindruck verschaffen. Die offizielle Eröffnung durch den Bürgermeister der Stadt Andernach, Herrn Claus Peitz, findet am 4. Juli um 10 Uhr statt. Ein Büchertisch mit leicht lesbarer Literatur ergänzt die Ausstellung.

"Mit der Ausstellung machen wir deutlich, dass es wichtig ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und zeigen, welche Projekte es bei uns vor Ort gibt.“, so die Projektkoordinatorin Caroline Albert-Woll.

Die Ausstellung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist in verschiedenen Regionen in Deutschland zu sehen.

Ihre Ansprechpartner: Heiko Hastrich
VHS Andernach
Am Stadtgraben 29, 56626 Andernach
02632/ 922 276
alphakurs@andernach.de

Unter www.mein-schlüssel-zur-welt.de finden Sie mehr Informationen zum Thema "Lesen & Schreiben – Mein Schlüssel zu Welt“.

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Projektstart GrubiNetz – Kompetenznetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung Rheinland-Pfalz

Mainz, 17.02.2014.
7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland können keine zusammenhängenden Texte lesen oder schreiben und gelten als "funktionale Analphabeten“. Diese aufrüttelnden Zahlen wurden 2011 durch die leo.-Level-One Studie der Universität Hamburg ermittelt. Davon hat jeder Zweite die Schule in Deutschland besucht und mehr als die Hälfte ist berufstätig. Besonders betroffen sind Personen, die einfachen Hilfstätigkeiten nachgehen, geringe berufliche Aufstiegschancen haben und deren Arbeitsplätze als unsicher gelten. Viele Menschen schämen sich und verbergen oft sogar vor der Familie, Freunden und am Arbeitsplatz ihre Schwierigkeiten. Nur ein Bruchteil der Betroffenen wird aktuell durch die Grundbildungsangebote der Erwachsenenbildung erreicht.

Da auch in Rheinland-Pfalz zu viele Menschen Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben im Alltag haben, setzt an dieser Stelle das im Januar gestartete Projekt "GrubiNetz – Kompetenznetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung Rheinland-Pfalz“ an: es will nun vor allem deutlich mehr Menschen mit Grundbildungsbedarf erreichen und sie in ganz Rheinland-Pfalz an Lernangebote, Alphabetisierungs- und Grundbildungskurse heranführen.

"Vernetzung und Kooperationen sind im Alphabetisierungs- und Grundbildungsbereich von zentraler Bedeutung. Unsere Anstrengungen zielen darauf hin, eine Flächendeckung mit Kursangeboten in ganz Rheinland-Pfalz zu erreichen“, so Gabriele Schneidewind, Geschäftsführerin des Projektträgers Arbeit und Leben gGmbH.

Dazu sieht das vom Europäischen Sozialfonds und dem rheinland-pfälzischen Bildungs- und Arbeitsministerium geförderte Projekt ein Kompetenznetzwerk vor, das von den fünf Weiterbildungsträgern (siehe unten) initiiert wird. Sie stellen je eine Netzwerkkoordinatorin in den Regionen Westerwald-Taunus/Mittelrhein, Trier/Eifel, Rheinhessen-Nahe und Pfalz, damit sie mögliche Partner identifizieren und für das Netzwerk gewinnen. Dazu knüpfen sie Kontakte zu den regionalen Akteuren, die mit den Zielgruppen in Kontakt kommen, beispielsweise Beschäftigte in Beratungsstellen, Jobcentern, Schulen, Weiterbildungseinrichtungen oder in der Verwaltung. Diese Akteure wiederum werden für die Thematik sensibilisiert und dabei unterstützt, wie sie die Betroffenen ansprechen und sie an Lernangebote heranführen können.

Durch die Vernetzung der Betroffenen untereinander und mit verschiedenen Akteuren sollen effizientere und nachhaltige Unterstützungsstrukturen geschaffen werden, um damit die Chancen zur Teilhabe funktionaler Analphabeten am sozialen und ökonomischen Leben zu erhöhen.

Um das Thema zu enttabuisieren und die Gesellschaft darüber zu informieren, werden die Projektpartner aus dem Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz, der Evangelischen Erwachsenenbildung, der LAG anderes lernen und der Katholischen Erwachsenenbildung unter anderem Öffentlichkeitsaktionen durchführen. "Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema, da es schwierig ist, die Betroffenen direkt zu erreichen“, so Susanne Syren, Netzwerkkoordinatorin für die Region Rheinhessen-Nahe von der ELAG.

Kontakt:
Gabriele Schneidewind,
Geschäftsführerin Arbeit und Leben gGmbH
Hintere Bleiche 36,
55116 Mainz
Tel.: 06131 - 1408614

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Lerncafé PC: Selbstgesteuertes Lernen ohne Zwang
Neues kostenloses Computerangebot der VHS Andernach in der Stadthausgalerie

Ab sofort besteht für alle Interessierten die Möglichkeit, am PC Kenntnisse in den Bereichen Bewerbung, Grundlagen der Internetrecherche, schriftlicher Ausdruck, Mathematik und flüssiges Lesen zu vertiefen. "Angesprochen sind alle Menschen, die in diesen Bereichen etwas dazulernen möchten“, so Caroline Albert-Woll, die das Projekt “Kompetenznetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung - GrubiNetz“, das durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demographie sowie dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur gefördert wird, für das nördliche Rheinland-Pfalz begleitet und in dessen Rahmen das Angebot ermöglicht werden konnte. "Es gibt keinen Lehrplan, alle können ihre Lern-Schwerpunkte am Computer selbst wählen. Die Themen sind frei wählbar,“ so Albert-Woll weiter. Das Angebot soll zunächst einstündig und wöchentlich stattfinden und bei Bedarf ausgeweitet werden.

Wer Interesse hat, kann sich am Donnerstag, den 06. Februar um 16:00 Uhr im Café Treffpunkt in der Stadthausgalerie informieren oder anrufen unter 02632/ 922-276 (Montag – Freitag, 13:00 – 15:00 Uhr) bzw. eine E-Mail schreiben an alphakurs@andernach.de

Das Wichtigste kompakt:

Lerncafé PC Start: 06. Februar 2014, 16:00 Uhr (Info im Café Treffpunkt)
Ort: VHS-Computerraum Stadthausgalerie, Eingang Gartenstraße
Offen für alle, kostenlos
Ansprechpartner: Heiko Hastrich
Telefon: 02632/ 922-276 
E-Mail: alphakurs@andernach.de

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Neues Grundbildungsprojekt an der VHS gestartet –
berufliche Orientierung im Fokus

Am 6. Januar startete an der VHS Andernach ein neuer Kurs zur berufsorientierten Grundbildung. Ziel des Angebots ist es, Menschen die Rückkehr in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Dabei wird besonders auf eine Kombination grundlegender allgemeinbildender Inhalte wie Lesen, Schreiben und Rechnen sowie beruflicher Themen aus den Bereichen Pflege, Hauswirtschaft, Verkauf und Gartenbau Wert gelegt. Zwei Praktikumsphasen sollen den Teilnehmenden den Übergang in eine berufliche Tätigkeit vereinfachen. Finanziert wird das Projekt mit dem Titel "Perspektiven buchBar“ durch das Jobcenter Mayen-Koblenz und dem Europäischen Sozialfonds (ESF). "Wir freuen und sehr, dass das innovative Projekt hier an der VHS Andernach angesiedelt ist. Für viele Menschen eröffnen sich dadurch berufliche Chancen, an die sie vielleicht gar nicht mehr geglaubt haben,“ so die Projektmitarbeiterin Caroline Albert-Woll, die zugleich regionale Ansprechpartnerin für den Bereich Grundbildung und Alphabetisierung im "GrubiNetz- Kompetenznetzwerk für Grundbildung und Alphabetisierung“, einem von ESF, dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demographie und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur gefördertem Projekt, ist.

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Das Projekt Alphabetisierungs- und Grundbildungsnetz Rheinland-Pfalz wird gefördert durch:

das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz,

das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz und

dem Europäischen Sozialfonds (ESF)

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Emanzipationsgeschichte einer „unbelehrbaren“ Frau atmosphärisch dicht erzählt

Regisseurin Anke Hentschel war zu Gast im Mayener Corso Kino

Auf Einladung des Corso Kinos in Mayen und des Alpha- und Grundbildungsnetzes Rheinland-Pfalz kam die Berliner Regisseurin des Spielfilms „unbelehrbar“, Anke Hentschel, am 10. November in die Eifelstadt. Die 1972 in Ulm geborene Künstlerin studierte Bühnenbild an der UdK in Berlin sowie Filmregie an der HFF „Konrad Wolf“ und der Tel Aviv University. In Mayen stand die Künstlerin nun für Fragen des Publikums zur Verfügung und gewährte Einblicke in ihre filmische Arbeit.

Hentschels erster abendfüllender Spielfilm erzählt die Geschichte der Familienmutter Ellen und ist in erster Linie als Emanzipationsgeschichte einer Frau zu verstehen, die zu Beginn ihrer im Film gezeigten Entwicklung durch ihre Probleme im Lesen und Schreiben in ihrem Selbstbewusstsein tief erschüttert ist. Als Ellen an einer Fortbildung für Küchenpersonal teilnehmen soll, beschließt sie, einen Lese- und Schreibkurs zu besuchen. Da es in ihrer Heimatstadt kein Angebot gibt, muss die Frau nach Berlin reisen. In der Metropole angekommen, eröffnen sich ihr neue, verstörende Welten: So bahnt sich etwa eine Romanze mit Karim an, der in einem Imbiss arbeitet. Ein Sozialarbeiter, der unter Weltekel leidet, sucht sich ausgerechnet sie aus, um sich dafür zu rächen. Ihre Kinder verstehen die Welt nicht mehr. Der Ehemann schließlich wünscht sich einfach nur seine „Ellen zurück“, die er kennt und liebt. Doch diesen Gefallen tut die Protagonistin ihm nicht: am Ende sieht es so aus, als ob sie alles verliert: ihre Familie, ihren Liebhaber und ihren Job. Nur den Kampf mit den Buchstaben, den scheint sie endlich zu gewinnen.

Anke Hentschel ist mit dem Film „unbelehrbar“ eine glaubwürdige Darstellung der Lebenssituation einer Frau gelungen, die Lesen und Schreiben lernen will. Vieles von dem, was Ellen erlebt, entspricht den Schilderungen Betroffener: etwa die Ängste vor dem Entdeckt-Werden oder die Verunsicherung ihrer Familie. Das Thema habe sie unmittelbar berührt, als sie in einer Zeitung über das Thema Analphabetismus in Deutschland gestolpert sei, so die Regisseurin im Mayener Publikumsgespräch. Durch intensive Recherchearbeit bestätigte sich die Vermutung, dass es sich um ein wichtiges Thema handele, welches filmisch verarbeitet werden sollte. „Denn;“ so die Regisseurin weiter, „abgesehen von der künstlerischen Inszenierbarkeit eines Stoffes geht es mir in allen meinen Filmen um eine Botschaft.“ Die Vermittlung dieser Botschaft ist nach Ansicht der Besucherinnen und Besucher der Matinée im Corso Kino gut gelungen. Zu verdanken ist dies insbesondere auch dem Betreiber des Kinos, Thomas Schneckenburger, der durch sein Engagement die Veranstaltung erst ermöglichte.

Mit Veranstaltungen dieser Art möchte das Alpha- und Grundbildungsnetz Rheinland-Pfalz, gefördert durch den Europäischen Sozialfonds (ESF), das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demographie sowie dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, das Thema funktionaler Analphabetismus vom gesellschaftlichen Rand in die Mitte rücken, um Menschen, die Kurse besuchen möchten, entsprechende Angebote unterbreiten zu können: Für 350. 000 Betroffene in Rheinland-Pfalz nämlich ist der Schritt in einen Kurs mit ähnlichen Problemen verbunden wie für Ellen.

Information:
Fragen zum Thema oder zum regionalen Kursangebot im Bereich Lesen und Schreiben richten sie gerne an Herrn Heiko Hastrich, VHS Andernach, 02632/ 922-276 oder an alphakurs@andernach.de.

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"Unbelehrbar“ - Geschichte über den Mut einer Frau, lesen und schreiben zu lernen

Matinée mit anschließendem Gespräch mit der Regisseurin am Sonntag, 10.11.2013, 11:00 Uhr

"Ich liebe diese Ellen, wie sie da steht“. Das ist ein Satz des Ehemanns der Protagonistin des Films "unbelehrbar“. Er könnte als Liebeserklärung gemeint sein, wie sie vieltausendfach in Kinofilmen gesprochen wird. Doch so ist er nicht gemeint: Denn der Satz beinhaltet die Bitte nach einem "Bleib so“, nach einem "Verändere Dich nicht“. Die 40-jährige Ellen, zweifache Mutter, macht sich aber auf den Weg aus der Provinz nach Berlin, um lesen und schreiben zu lernen und damit auch auf den Weg zur größten Veränderung in ihrem Leben. Ellen setzt sich schließlich durch, mit allen Konsequenzen, die diese Veränderung mit sich bringt – für sie selbst und ihre Familie.

Hintergrund:

Die Protagonistin zählt zu den rund 7,5 Millionen Menschen in Deutschland, die große Probleme mit den schriftsprachlichen Anforderungen des Alltags und der Berufswelt haben. Nur wenige schaffen aus eigener Kraft den Weg in Angebote, wie Ellen sie in diesem außergewöhnlich authentischen Film wahrnimmt. Das Alpha- und Grundbildungsnetz Rheinland-Pfalz, das durch den Europäischen Sozialfonds und dem Land Rheinland-Pfalz gefördert wird und mit einem Standort an der VHS Andernach vertreten ist, hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Weg zu unterstützen und Betroffene zu ermuntern, Kurse zu besuchen.

Im Anschluss an die Filmvorführung steht die Regisseurin, Anke Hentschel, für Fragen zur Verfügung, ebenso wie Vertreterinnen und Vertreter des Jobcenter Mayen-Koblenz und der Volkshochschulen

Stimmen zum Film:

Peter Kaiser, SWR: Der Film UNBELEHRBAR ist sowohl ein wichtiger Film, als auch spannend und ungemein gut erzählt. Leonore Stellers Darstellungskraft der Ellen berührt und verführt.

Anke Hentschel, Regisseurin: "Bei meiner Recherche stieß ich auf eine Frau, die ganz normal die Schule durchlaufen hatte und als Analphabetin wieder herauskam... Die Geschichten, die sie mir aus ihrem Alltag erzählte, ihre unzähligen Überforderungen, die Art und Weise, wie sie die Welt verändert wahrnahm, die ständige Bedrohung, sich zu entlarven, ihr strahlender Charakter, den sie entwickelt hatte, weil sie andauernd auf die Hilfe anderer angewiesen war, ihre Fähigkeit, naiv über Dinge zu staunen – diese schillernde Person inspirierte mich, einen Film zu machen, der nicht aufklären soll, uns aber auf sinnliche Weise dem eigenwilligen Charakter einer Frau näher bringt, die sich auf den Weg macht, ihren eigenen Platz in der Welt zu finden.“

Filminfo:
Deutschland/Israel 2010, 96 min
Regie: Anke Hentschel
Darsteller: Lenore Steller, Youssef Jammoul, Thorsten Merten, Liv Lisa Fries
Kamera: Anja Winkler
Schnitt: Tami Liberman

Eintritt: 5 Euro/ Person

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Mit mittelalterlichen Spielen Informationen zur Alphabetisierung gewinnen - Weltalphabetisierungstag der Vereinten Nationen war auf dem Herbst- und Gauklerfest in Miesenheim Thema

Anlässlich des Weltalphabetisierungstages der Vereinten Nationen am 8. September fanden in ganz Rheinland-Pfalz vielfältige Aktionen rund um das Thema Alphabetisierung und Grundbildung statt – denn nicht nur in sog. Entwicklungsländern haben Menschen Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben, laut der Leo Level One–Studie aus dem Jahr 2011, die von der Universität Hamburg durchgeführt wurde, sind in Deutschland rund 7,5 Millionen erwerbsfähige Menschen von der Problematik in unterschiedlicher Ausprägung betroffen: sie haben Schwierigkeiten, einfache Sätze oder komplexere Texte zu erlesen oder zu verstehen, hinzu treten oftmals Lücken in der mathematischen und allgemeinen Grundbildung.

Auch die Volkshochschule der Stadt Andernach machte im Rahmen des Weltalphabetisierungstages auf das Thema aufmerksam: Die regionale Netzwerkstelle des Alpha- und Grundbildungsnetzes Rheinland-Pfalz, die bei der VHS Andernach mit einer teilzeitbeschäftigten Koordinatorin angesiedelt ist, war mit einem Infostand auf dem Herbst- und Gauklerfest auf Gut Nettehammer in Miesenheim vertreten. Mit mittelalterlichen Spielen, bei denen es neben dem Erkenntnisgewinn auch Süßigkeiten und Lesezeichen zu gewinnen gab, wurden Menschen auf das Thema Alphabetisierung und Grundbildung in Deutschland aufmerksam gemacht.

Als Gast konnte Klaus Tiggemann begrüßt werden, der sich als Vertreter des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Mainz von der Arbeit der Netzwerkstelle überzeugte. "Wir sind froh, dass das Land Rheinland-Pfalz sowie der Europäische Sozialfonds mit je ca. 15.000 Euro und das Jobcenter Mayen-Koblenz mit rund 18.000 Euro unser Grundbildungsprojekt "ready for work“ unterstützen und wir über das Alpha- und Grundbildungsnetz, das ebenfalls vom Land und vom Europäischen Sozialfonds finanziert wird, die Möglichkeit haben, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben“, so Caroline Albert-Woll, die den Projektbereich Alphabetisierung und Grundbildung an der VHS vertritt.

Bei Fragen und Informationsbedarf zum Thema ist die Netzwerkstelle Alpha- und Grundbildungsnetz Rheinland-Pfalz an der VHS Andernach unter 02632/922-276 oder alphakurs@andernach.de erreichbar.

Spielen wie im Mittelalter – Informationen rund ums Lesen und Schreiben auf dem Herbst- und Gauklerfest in Andernach-Miesenheim gewinnen

Anders als zur Zeit der Gaukler, als das Lesen- und Schreibenkönnen wenigen Privilegierten vorbehalten war, bedeuten Schwierigkeiten mit diesen Kulturtechniken heutzutage den Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe. Was viele nicht wissen: Etwa 7,5 Millionen in Deutschland sozialisierte Menschen sind betroffen.

Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, ist das Projekt "Alphabetisierungs- und Grundbildungsnetzwerk Rheinland-Pfalz“, das durch den Europäischen Sozialfonds und dem Landesministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie sowie dem Landesministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur gefördert wird, auf dem diesjährigen Herbst- und Gauklerfest in Andernach-Miesenheim, Gut Nettehammer, vertreten.

Damit der Spaß trotz des eher ernsten Themas nicht zu kurz kommt, können sich kleine und große Besucherinnen und Besucher mit "Spielen wie im Mittelalter“ kleine Präsente, Süßes und natürlich viel Information "verdienen“.

[Caroline Albert-Woll, 04.09.2013]

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Grundbildungsdefizite betreffen 7, 5 Millionen Menschen in Deutschland: Ausstellung „Lesen und Schreiben – Mein Schlüssel zur Welt“ des Bundesbildungsministeriums


Fahrpläne lesen und Anträge ausfüllen, Geschichten verstehen und Briefe schreiben – für die meisten Menschen in Deutschland sind diese alltäglichen Anforderungen ohne Probleme zu bewältigen.
7, 5 Millionen Erwachsene in Deutschland gehören allerdings zur Gruppe der funktionalen Analphabeten, denen solche Aufgaben erhebliche Schwierigkeiten bereiten. Betroffene haben Strategien entwickelt, schriftsprachliche Probleme zu umgehen, sind dennoch oftmals berufstätig und managen Familien. Diese Tatsachen in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, ist Ziel der Ausstellung „Lesen und Schreiben – Mein Schlüssel zu Welt“, die noch bis zum 7. Juli im Tagungsraum des Hauses der Familie gezeigt wird.

Eröffnet wurde die Ausstellung im ansprechend hergerichteten Tagungsraum des Hauses der Familie am 25. Juni durch den Bürgermeister und zuständigen Dezernenten der Stadt Andernach, Claus Peitz. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Betroffene und Fachleute aus den Bereichen Bildung und Weiterbildung sowie Migration waren erschienen und informierten sich - nicht nur im offiziellen Teil der Ausstellung, sondern auch anhand von Lernertexten und Plakaten eines Kurses der VHS Andernach - , über die Lebenswelt- und Wirklichkeit von Menschen mit Grundbildungslücken in Deutschland.

Michael Kock, Sachgebietsleiter Markt und Integration des Jobcenter Mayen, unterstrich die Bedeutung von Alphabetisierungs- und Grundbildungskursen für die Integration Betroffener auf dem Arbeitsmarkt. Die Koordinatorin des von Europäischen Sozialfonds und dem Land Rheinland-Pfalz geförderten Alphabetisierungs- und Grundbildungsnetzes Andernach, Caroline Albert-Woll, betonte in ihren einleitenden Worten, dass der funktionale Analphabetismus kein individuelles, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem sei, vor dem man nicht die Augen verschließen dürfe. Durch die Lesung eines authentischen Lernertextes, der sich mit biographischen Ursachen des Problems beschäftigte, durch den Bürgermeister der Stadt Andernach, Claus Peitz, wurde diese These sehr eindrucksvoll unterstrichen.

Alle Interessierten können sich die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Hauses der Familie gerne anschauen. Im Rahmen des Europafestes am 7. Juli werden von 13 – 17 Uhr spezielle Führungen angeboten. Weitere Informationen auch unter alphakurs@andernach.de oder der Homepage der Stadt Andernach.

[C. Albert-Woll, 28.06.13]

Hier finden Sie weitere Informationen: alpha.rlp.kursportal.info

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Auftakt der rheinland-pfälzischen Bildungsinitiative für Alphabetisierung und Grundbildung - auch Andernach profitiert durch eine Netzwerkstelle an der VHS
Die Betroffenen haben Probleme beim Erlesen von Wörtern oder beim Verständnis von Texten. Viele scheitern beim Verfassen von Briefen oder dem Ausfüllen von Formularen. Mit mangelnder Intelligenz hat dies in den seltensten Fällen zu tun. Vielmehr sind verschiedene Faktoren Auslöser: von der Legasthenie bis hin zu gesundheitlichen Einschränkungen im Kindesalter.
Funktionaler Analphabetismus betrifft in Rheinland-Pfalz rund 350.000 Menschen. Im Zuge einer breit angelegten Kampagne stellt das Land zusammen mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in diesem Jahr über 400.000 Euro zur Bekämpfung des funktionalen Analphabetismus zur Verfügung. Ein gesellschaftliches Bündnis aus Weiterbildungsträgern, Gewerkschaften und Kirchen soll helfen, auf das Thema aufmerksam zu machen und damit den Betroffenen zu helfen.
Auch die Stadt Andernach profitiert von den Geldern: An der VHS ist in diesem Jahr die Regionalkoordination des ESF- und landesgeförderten Alphabetisierungs- und Grundbildungsnetzes Rheinland-Pfalz angesiedelt, die durch Öffentlichkeitsarbeit und diverse Beratungsangebote auf das Thema des funktionalen Analphabetismus aufmerksam macht. Jüngste Aktion ist der Büchertisch in der Stadtbücherei Andernach, der kürzlich durch Bürgermeister Klaus Peitz eröffnet wurde. Er lud alle Andernacher Bürgerinnen und Bürger ein, regen Gebrauch von diesem Angebot zu machen. Am Thema interessierte Menschen können nun in leicht lesbarer Literatur stöbern oder Lernmaterial ausleihen.

Der Leiter der Stadtbücherei Andernach, Wolfram Mayer, durfte über 60 Interessierte begrüßen und lud alle ein, sich einen Büchereiausweis ausstellen zu lassen: "Es gibt in unserer Bücherei vielfältige Möglichkeiten. Wir haben Zeitschriften, DVDs, die Onleihe und natürlich Bücher, die hier gegen eine einmalige Anmeldegebühr in Höhe von 15 Euro bzw. kostenlos entliehen werden können.“ Projektkoordinatorin Caroline Albert-Woll hob hervor, dass mangelnde Lese- und Schreibkenntnisse weit verbreitet seien und es sich damit nicht um ein Randthema handele. "Über 7 Millionen Menschen in Deutschland haben Probleme, wenn es ums Lesen und Schreiben geht. Alle sind gefordert, diesen Menschen Angebote zu machen. Mit dem Büchertisch hat die Stadtbücherei einen wichtigen Schritt in diese Richtung getan.“
An der VHS Andernach gäbe es bereits seit 2007 einen Grundbildungskurs mit Modellcharakter, der in Kooperation mit dem Jobcenter Mayen-Koblenz angeboten und aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds finanziert werde, ergänzte Sandra Reith von MYKNetz. Viele Menschen hätten ihre Fähigkeiten im Lesen und Schreiben dadurch bereits erheblich verbessern können und sich somit neue Perspektiven für den Wiedereinstig ins Berufsleben erarbeitet.

Ab dem 25. Juni können sich die Andernacher Bürgerinnen und Bürger weiter mit dem Thema beschäftigen: Um 15 Uhr wird dann im Tagungsraum des Hauses der Familie (Stadthausgalerie) die Ausstellung "Lesen und Schreiben – Mein Schlüssel zur Welt“ mit einer kurzen fachlichen Einführung ins Thema eröffnet. Ebenso präsentiert eine Lernergruppe der VHS Andernach eigene Materialien zum Thema „Grundbildung und Europa“.

Informationen zur Ausstellung und zum Thema Alphabetisierung/ Grundbildung gibt es bei der VHS Andernach unter 02632/ 922-276 (nachmittags) oder alphakurs@andernach.de

[Caroline Albert-Woll, 22.05.2013]

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VHS zieht erfolgreiche Jahresbilanz des Projekts "Alpha MYK... Schreib' Dich nicht ab"

Buchpaket im Wert von über 500 Euro durch Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung überreicht

Lesen und schreiben kann doch jedes Kind! Oder? Was viele nicht wissen: über 7 Millionen Erwachsene in Deutschland zählen zur Gruppe der funktionalen Analphabeten. Sie können nur wenig bzw. unzureichend lesen oder haben Probleme mit dem Schreiben und dies, obwohl sie die Schulpflicht bereits erfüllt haben. Damit ist eine bedeutende Zahl von Bürgerinnen und Bürgern weitgehend abgekoppelt von gesellschaftlichen Prozessen. Ein Umstand, der in einer Bildungsgesellschaft nicht hingenommen werden darf. Nicht nur Betroffene und Experten sind sich hier einig.

Erwerb von Kernkompetenzen in verschiedenen Bereichen der Grundbildung

Vom Erlesen einiger Buchstaben und Wörter bis zu Erfassen ganzer Sätze und Texte ist es aber ein weiter Weg. Diesen Weg zu ebnen und damit Chancen zu eröffnen, hat sich die VHS Andernach in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Mayen-Koblenz, mit Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz und dem Europäischen Sozialfonds (ESF), zur Aufgabe gemacht. Im Rahmen des Projekts "Alpha MYK... Schreib' Dich nicht ab!", das 2012 an der VHS Andernach angesiedelt war, lernten durchschnittlich zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer über elf Monate hinweg die Grundlagen des Lesens und Schreibens, aber auch wichtige Themen aus den Bereichen Mathematik, Gesundheit und Ernährung, Arbeit und Leben sowie Politik und Gesellschaft kennen. Teilnehmende mit fortgeschrittenen Kenntnissen konnten ihre Fähigkeiten vertiefen oder sich gezielt auf spezielle Anforderungen im Beruf vorbereiten.

Buchpaket im Offenen Bücherschrank der Stadt Andernach

Besondere Höhepunkte des Projektjahres 2012 waren der Besuch des Alfamobils des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung und die Podiumsdiskussion zum Thema "Netzwerkarbeit in der Alphabetisierung" im Rahmen der Europawoche in Andernach. Besonders gefreut hat man sich in Andernach über ein umfangreiches Buchpaket, das der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung im Rahmen seines Projektes "Mut zum Leben" kostenlos zur Verfügung stellen konnte. Es enthält leicht lesbare Lektüren und Arbeitsmaterialien aus dem Ernst Klett Sprachen Verlag. Ein Teil dieser Bücher steht allen Andernacher Bürgerinnen und Bürgern im sog. Offenen Bücherschrank (nahe der Stadtmauer) sowie ab 16. April dieses Jahres in der Stadtbücherei Andernach zur Verfügung.

Netzwerkstelle Alphabetisierung an der VHS Andernach

"Wir ziehen eine positive Bilanz des Projektes", resümiert Caroline Albert-Woll, die als Fachdozentin im Projekt mitwirkte. 2013 setzt die VHS Andernach im Projektbereich, aber auch im Rahmen der Netzwerkstelle für Alphabetisierung und Grundbildung Rheinland-Pfalz die erfolgreiche Arbeit fort. Die Netzwerkstelle wird ebenfalls vom Europäischen Sozialfonds, sowie dem Landesministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie und dem Landesministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur finanziert: "Ein Schwerpunkt ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema sowie die Stärkung von Selbsthilfestrukturen", so Albert-Woll weiter. Ziel sei es insbesondere, mehr Menschen dazu zu bewegen geeignete Kurse zu besuchen. "Hier bietet die Volkshochschule der Stadt Andernach bereits vielfältige Möglichkeiten an. Das Angebot reicht von speziellen Integrationskursen mit Alphabetisierungsanteil bis hin zu intensiven Trainingsmaßnahmen für die Rückkehr in den Beruf. Ebenso bestehen Abendkurse für Berufstätige", erläutert der Geschäftsführer der VHS Günter von Blohn.

Infos und Beratung Für nähere Informationen zum Thema Alphabetisierung/Grundbildung schreiben Sie eine E-Mail an alphakurs@andernach.de. Wir beraten Betroffene ebenso wie Institutionen, Verwaltungen und Betriebe. Vertraulichkeit ist oberstes Gebot.

[Verf.: Caroline Albert-Woll, 16.01.2013, letzte Änderung 13.03.2013]